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Keine doppelte Haushaltsführung bei Hauptwohnung am Beschäftigungsort

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Eine steuerlich anzuerkennende doppelte Haushaltsführung liegt nicht vor, wenn die Hauptwohnung am Beschäftigungsort liegt und die Arbeitsstätte von der Hauptwohnung in zumutbarer Weise täglich erreicht werden kann. Dabei ist der Begriff des Beschäftigungsorts weit auszulegen. Er beschränkt sich nicht auf eine politische
Gemeinde. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs19 liegt eine Wohnung noch am Beschäftigungsort, wenn der
Arbeitnehmer seine Arbeitsstätte in etwa einer Stunde aufsuchen kann. Aufwendungen für eine Zweitwohnung,
die angemietet wurde, um die Arbeitsstelle noch besser und schneller zu erreichen, können in diesem Fall nicht als
Werbungskosten abgezogen werden. Die Fahrzeit ist aber nicht der alleinige Maßstab. Bei der Prüfung der
Zumutbarkeit sind immer die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen.